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Die Rechnung

Das Umsatzsteuerrecht hat die Rechnung zum Dreh- und Angelpunkt erhoben. In der steuerberatenden Praxis ist festzuhalten, dass nur wenigen dabei bewusst, welche umsatzsteuerlichen Konsequenzen von zum Teil erheblicher finanzieller Auswirkungen daraus erwachsen können. Problemfelder sind sowohl das Ausstellen und Erteilen von Rechnungen, die Frage des Steuerausweises, die Berichtigung von Rechnungen sowie die Entgegennahme und Verbuchung von Eingangsrechnungen, insbesondere mit Blick die Berechtigung zum Vorsteuerabzug.

Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen

  1. den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift
    • des leistenden Unternehmers
    • des Leistungsempfängers
  2. die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundesamt für Finanzen erteilte USt-Identifikationsnummer
  3. das Ausstellungsdatum
  4. Eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer)
  5. die Menge und die Art der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung
  6.  
    • den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung bzw.
    • den Zeitpunkt der Vereinnahmung der Vorauszahlung, sofern dieser Zeitpunkt feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung identisch ist
  7.  
    • das Entgelt für jeden Steuersatz oder jede Befreiung
    • jede im Voraus vereinbarte Preisminderung, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist
  8. den anzuwendenden Steuersatz
  9. den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag
  10. zusätzliche Angaben in Sonderfällen

  11. die USt-Identifikationsnummer des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers in den Fällen des neuen § 14a Abs. 1, 3 und 7 UStG
  12. im Falle der Steuerbefreiung oder wenn der Leistungsempfänger Steuerschuldner ist, einen Hinweis darauf, dass für die Leistung eine Steuerbefreiung gilt bzw. diese der Verlagerung der Steuerschuld unterliegt
  13. Im Fall der innergemeinschaftlichen Lieferung neuer Fahrzeuge die in § 1b Abs. 2 und 3 UStG bezeichneten Merkmale
  14. Im Fall einer Reiseleistung (§ 25 UStG) oder der Differenzbesteuerung (§ 25a UStG) einen Hinweis darauf, dass diese Sonderregelung angewandt wurde
  15. Im Fall der steuerpflichtigen Werklieferung oder sonstigen Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück einen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers nach § 14b Abs. 1 S. 5 UStG 2)
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